HōryūjiFGeschichte

Auf dem Gelände des Hōryūji(Hōryū-Tempel)befinden sich die ältesten Holzgebäude der Welt und vermitteln Eindrücke von Japan,wie es vor über 1300 Jahren während der Asuka-Zeit(Mitte 6.bis Anfang 8.Jhdt.n.Chr.)aussah.Die Gründungsgeschichte des Hōryūji kann aus den historischen Schriften,die in der Rückseite des Heiligenscheins der Yakushi Nyorai-Buddhastatue an der Ostseite in der Haupthalle des Tempels eingraviert sind,und aus dem offiziellen Hōryūji-Bestandsverzeichnis aus dem Jahre 747 erkundet werden.

 Nach diesen Aufzeichnungen legte der Kaiser Yōmei das Gelübde ab,als Dank für seine Gesundung einen Tempel und ein Buddhastandbild zu errichten|ein Gelübde,das er nicht mehr einhalten konnte,denn er starb kurz darauf.Diese Aufzeichnungen beschreiben weiter,wie die Kaiserin Suiko und der Kronprinz Shōtoku den letzten Wunsch des Kaisers Yōmei erfüllten und im Jahr 607 einen Tempel und eine Buddhastatue,der der Tempel geweiht wurde,errichteten.Die Buddhastatue war ein Yakushi Nyorai(Bhaisajyaguru)|was wörtlich „Ankunft als Heilergbedeutet|,und der Tempel wurde Ikaruga-Tempel(nach dem Standort)oder Hōryūji(„Tempel des gedeihenden Gesetzes[des Buddhismus]g)genannt.

 In der Nacht des 30.Aprils 670 wütete ein gewaltiges Feuer auf dem Tempel-gelände,von dem„nicht ein einziges Gebäudegverschont blieb,wie die alte Chronik von Japan(Nihon Shoki)berichtet.Historiker in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts zweifeln allerdings am Wahrheitsgehalt des Berichts über die Zerstörung des Hōryūji und dieser Feuerkatastrophe.Obwohl bis heute viele Fragen unbeantwortet sind,besteht Einigkeit darüber,daß der Hōryūji nach seiner Errichtung durch Prinz Shōtoku,dem großen Staatsmann und Begründer des Buddhismus in Japan,über vier Jahrhunderte eine Glanzzeit ununterbrochener Traditionseinhaltung erlebte.

 Heute besteht der Hōryūji aus dem Westlichen Bezirk(Saiin Garan),in dessen Mitte sich die Fünfstöckige Pagode(Gojū-no-Tō)und die Haupthalle(Kondō)befinden,und dem Östlichen Bezirk(Tōin Garan)mit der Halle der Visionen(Yumedono).Auf der Fläche von 187.000 Quadratmetern gibt es viele unersetzliche Kulturschätze,die Jahrhunderte überspannen und das Wesen der japanischen Geschichte seit dem 7.Jahrhundert in sich tragen.

 So enthält der Hōryūji über 2300 wichtige und historische Bauwerke und Gegenstände,von denen fast 190 als Nationalschätze oder Wichtige Kultur-güter eingestuft wurden.Im Dezember 1993 wurde der Hōryūji als einzigartiger Kunstschatz der buddhistischen Weltkultur vom UNESCO-Ausschuß für das Kultur-und Naturerbe der Menschheit als erste japanische Anlage unter Denk-malschutz gestellt.

Goju-no-To(FunfstockigePagoda)

Kondo (Haupthalle)